Challenge #78

Vielfältige Ökosystemleistungen schützen.

Wir erforschen, wie Ökosysteme funktionieren, was sie leisten, wie Natur und Mensch sie verändern und was sie aushalten. Mit diesem Wissen können wir sie auch in Zukunft stabilisieren, nutzen und erhalten.

Ökosysteme stoßen an ihre Grenzen, weil der Mensch die natürlichen Lebensgrundlagen in bislang nicht gekannter Weise beansprucht. Doch deren Leistungen sind wichtig, garantieren sie doch den Erhalt und die Weiterentwicklung menschlicher Gesellschaften.

Am UFZ befindet sich das flächenmäßig weltweit größte Experiment zum Einfluss der Landnutzung und des Klimawandels auf Agrarökosysteme. Hier analysieren wir Stoff- und Energieflüsse in den Ökosystemen, untersuchen strukturelle und funktionelle Aspekte der Biodiversität und erforschen Ursachen und Folgen der Veränderungen durch den Menschen. Bodentiere werden beispielsweise durch den Klimawandel immer kleiner oder unterschiedliche Nutzpflanzenarten werden zur gleichen Zeit erntereif, wodurch das Risiko steigt, dass bei einem Hochwasser die komplette Ernte vernichtet wird, In Modelllandschaften in Deutschland, Europa und Hot-Spot-Regionen der Welt beleuchten wir, wie sich Ökosystemleistungen dauerhaft sichern und optimieren lassen. Wir setzen dabei unter anderem auf das weltweit einmalige Langzeitexperiment Global Change Experimental Facility (GCEF), in dem wir den Einfluss des Klima- und Landnutzungswandels untersuchen. Denn wir müssen die Natur in unser Leben und Wirtschaften zurückbringen sowie die Multifunktionalität unserer Ökosysteme und Landschaften verbessern.

(Bild: UFZ/André Künzelmann)

Video: UFZ-Ökologe Prof. Dr. Josef Settele im Porträt

Video: UFZ-Tierökologe Dr. Mark Frenzel im Porträt

Video: UFZ-Ökologe Dr. Martin Schädler im Porträt

Video: UFZ-Geoökologin Dr. Sonja Knapp im Porträt

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