Challenge #76

Sicheres Reisen in Zeiten der Pandemie gewährleisten.

Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wird untersucht, wie sich Virenpratikel in Flugzeugen und Zügen verbreiten. Die Erkenntnisse helfen, die Herausforderungen an die Mobilität in Zeiten einer Pandemie besser zu verstehen und damit zu Lösungsansätzen beizutragen.

Reisen während der Pandemie, insbesondere Flugreisen, lösen viele Bedenken aus. Wie viele öffentliche Räume, können Flughäfen und Innenräume von Flugzeugen Gefahrenstellen zur Ansteckung sein. Nicht zuletzt sind Fluglinien in solchen Zeiten von einer kurzfristigen Einstellung des Flugverkehrs und dem anschließend zögerlichen Passagieraufkommen stark betroffen.

Die DLR-Forschungen für sichere Flugreisen während einer Pandemie umfassen deshalb unter anderem:

  • die Untersuchung der Virenverbreitung zur Dekontamination und Sterilisation der Kabinenluft
  • die Arbeit an einem rekonfigurierbaren, modularen Flugzeug-Kabinendesign.
  • die Simulation von Passagierströmen an Flughäfen
  • die Berechnung von Szenarien für unterschiedliches Reiseaufkommen und deren Konsequenzen
  • die Integration intelligenter Materialien für eine schnelle und einfache Desinfektion
  • sowie die Überwachung der Gesundheit von Passagieren mittels Infrarotkameras und Sensoren.

Somit kann sich die Luftfahrtbranche, von Hygienemaßnahmen bis hin zu wirtschaftlichen Überbrückungskonzepten, auf die Folgen einer Pandemie vorbereiten.

(Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))

Weitere Informationen:

Corona-Forschung im DLR

Flight Deck - Aktuelles aus der DLR-Luftfahrtforschung, Frühjahr/Sommer 2020 (PDF)

DLR un­ter­sucht Ver­brei­tung von Vi­ren in Flug­zeu­gen und Zü­gen (Meldung)

Di­gi­ta­li­sie­rung der Flug­zeug­ka­bi­ne er­mög­licht In­no­va­tio­nen für den Pas­sa­gier von mor­gen (Meldung)

Be­flü­geln­de Aus­sich­ten (Beitrag aus dem DLRmagazin 167)

Beteiligte Helmholtz-Zentren:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

download