Challenge #64

Personalisierte Therapien gegen Viren und Bakterien.

Jeder Mensch bringt individuelle Eigenschaften mit, die auch den Verlauf von Infektionen beeinflussen. Wir erforschen diese persönlichen molekularen Merkmale – und sorgen so dafür, dass Kranke schneller eine passende Therapie finden.

Warum reagieren Menschen so unterschiedlich auf Infektionen, Impfungen und Therapien? Spielen dabei vor allem angeborene Eigenschaften eine Rolle oder sind die Einflüsse eher umweltabhängig?

Diesen Fragen geht das HZI an seinem Zentrum für individualisierte Infektionsmedizin (CiiM) nach. Denn in den vergangenen Jahren wurde zunehmend deutlich, dass der Erfolg einer Behandlung in großem Maße vom molekularen Profil der Erkrankten abhängig ist. Dieses kann zum Beispiel durch Gene oder andere Einflüsse geprägt sein.

Die Forscher:innen des CiiM suchen daher in Patientendaten nach charakteristischen Eigenschaften oder Molekülen: Mit diesen sogenannten Biomarkern könnten sie Patientinnen und Patienten künftig in verschiedene Gruppen einteilen und für diese jeweils passende Therapien entwickeln.

Mediziner:innen wiederum wüssten dann schon vor Beginn einer Behandlung, welcher Mensch auf eine Therapie nicht anspricht – oder ob ein Antibiotikum oder eine Impfung wirkt.

(Headerbild: whiteMocca/Shutterstock)

Weitere Informationen:

„Mein Ziel ist es, für jeden Patienten eine angepasste Therapieentscheidung treffen zu können“ (Interview mit Prof. Markus Cornberg, Direktor des CiiM und Klinischer Direktor des HZI)

Die Datendetektivin (Portrait von Prof. Yang Li, Direktorin des CiiM)

Zentrum für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM)

Beteiligte Helmholtz-Zentren:

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)

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