Challenge #60

Parkinson besiegen.

Die Hirnkrankheit Parkinson lässt sich bislang nur bedingt behandeln. Deshalb entwickeln wir neuartige Diagnose- und Therapieverfahren. So erleichtern wir die Früherkennung – und erhöhen die Chance auf Heilung.

Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland mindestens 200.000 Parkinson-Patient:innen, Tendenz steigend. Die Betroffenen leiden insbesondere an motorischen Beeinträchtigungen, also Bewegungsstörungen wie Zittern oder einer Versteifung der Arme und Beine. Bislang sind diese Symptome nur bis zu einem gewissen Grad behandelbar, die Erkrankung selbst ist aber nicht heilbar.

Am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) erforschen wir Parkinson deshalb umfassend: Wir untersuchen zum Beispiel, ob Defekte in der Erbinformation die Erkrankung begünstigen oder Fehlfunktionen der Mitochondrien – den winzigen Kraftwerke im Innern unserer Zellen. Die Wissenschaftler:innen analysieren auch die Rolle verklumpter Proteine und beobachten das Darmmikrobiom oder Entzündungen.

Die Forscher:innen wollen so spezifische Biomarker für Parkinson entdecken, also zuverlässige Indikatoren für die Krankheit. Sie würden eine Früherkennung erlauben und auch den Weg ebnen für neue, personalisierte Therapien. So verbessern wir das Leben von Betroffenen entscheidend – und liefern ihnen passgenaue therapeutische Hilfe.

(Headerbild: DZNE/Sinead O’Sullivan - Di Monte Lab)

Video: Parkinson - die wichtigsten Antworten

Podcast: Hirn & Heinrich - Parkinson: Mehr als nur die „Schüttellähmung“

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