Challenge #58

Weltraumtechnik vor Schrott und Sonnenwind schützen.

Unkontrolliert durchs All fliegender Weltraumschrott bedroht Satelliten und Raketen. Wir schützen die teure Infrastruktur.

Jahr für Jahr starten bis zu 115 Raketen ihre Reise in All. Diese Zahl wird durch die Kommerzialisierung der Raumfahrt künftig sogar noch deutlich steigen. Oft tragen diese Raketen Bauteile, technische Anlagen oder Satelliten mit sich, die nach einiger Zeit nicht mehr gebraucht werden, aber dennoch im Weltraum verbleiben. Diese Reste werden als Weltraumschrott bezeichnet und bewegen sich unkontrolliert mit extrem hohen Geschwindigkeiten durchs All.

Schon jetzt umfasst der Schrott in der Erdumlaufbahn eine Menge von mehr als 9500 Tonnen. Für die Weltraumtechnik stellt er eine immense Gefahr dar, mögliche Kollisionen gefährden aber auch den Transport neuer Anlagen in ihre Umlaufbahn. Das DLR katalogisiert deshalb den Schrott und beobachtet seine Routen. Außerdem entwickeln wir Roboter, die solche Objekte einfangen und so die Einschlagrisiken für die Raumfahrt minimieren.

Doch nicht nur der Schrott, auch das Weltraumwetter ist eine Gefahr für unsere Satelliten: Sonnenwinde können ihre Kommunikations- und Navigationssysteme stören – ein Sicherheitsrisiko auch für uns auf der Erde. Das DLR bietet deshalb mit dem Ionosphere Monitoring and Prediction Center (IMPC) Vorhersagen und Warnungen für das Weltraumwetter an – und sorgt so für gut geschützte Kommunikationskanäle.

(Headerbild: ESA)

Weitere Informationen:

Neues DLR-Forschungsobservatorium geht erdnahen Satelliten und Weltraumschrott auf die Spur (Artikel)

Satellite Laser Ranging: Hochpräzise Abstandsmessung für Satellitenbetrieb, Erdbeobachtung und Navigation (Artikel)

Sichere Vorhersagen für das Weltraumwetter (Artikel)

Ionosphere Monitoring and Prediction Center (IMPC) (Artikel)

Infografik: Sonnenwinde treffen die Erde

Beteiligte Helmholtz-Zentren:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

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