Challenge #55

Den Wettlauf gegen resistente Bakterien gewinnen.

Antibiotika-resistente Bakterien zählen zu den größten Bedrohungen der globalen Gesundheit und Nahrungssicherheit. Forscher:innen des HZI suchen neue Wirkstoffe und entwickeln Methoden zur frühzeitigen Resistenzerkennung sowie neue Therapiekonzepte.

Eine kleine Wunde am Finger oder eine Zahnoperation könnten plötzlich lebensbedrohlich werden – denn immer mehr Bakterien werden resistent gegen gängige Antibiotika. Bakterien bilden diese Resistenzen als natürlichen Effekt ihrer schnellen Evolution aus. Gründe dafür sind zum Beispiel eine zu schnelle Verordnung von Antibiotika bei Erkältungssymptomen, wo sie in der Regel gar nicht wirksam sind, eine zu kurze Einnahme oder der unsachgemäße Einsatz in der Massentierhaltung. Experten nehmen an, dass im Jahr 2050 weltweit mehr Todesfälle durch Antibiotika-Resistenzen als durch Krebs verursacht werden.

Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und seinem Saarbrücker Standort, dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), stellen sich die Wissenschaftler:innen dieser Herausforderung in interdisziplinären Teams. Sie erarbeiten effiziente molekulare Analytikverfahren, um Resistenzen frühzeitig zu erkennen. In der Natur suchen sie nach bisher unentdeckten Substanzen mit antibakterieller Wirkung. Und sie entwickeln alternative Behandlungsansätze, die die Resistenzbildung gezielt umgehen.

(Headerbild: HZI/Manfred Rohde)

Weitere Informationen:

Infografiken und weitere Infos zu antimikrobieller Resistenz (AMR)

Cystobactamid: Antibiotika der Zukunft? (Artikel)

„Wir werden auf klassische Antibiotika nicht verzichten können“ (Doppelinterview Mark Brönstrup & Till Strowig)

„Wettlauf mit den Keimen“ (Artikel)

„Bakterien bekämpfen, ohne dass sie es merken“ (Interview mit Eva Medina)

Beteiligte Helmholtz-Zentren:

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)

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