Challenge #39

Küsten als Lebens- und Wirtschaftsraum bewahren.

Flüsse, Ästuare, Flussdeltas, Küstenmeere und Ozeane – wer die Küsten schützen und nutzen will, muss sie ganzheitlich von den Mündungsbereichen über Flüsse und Hinterland, Küstenstädte, Siedlungen und Wattflächen bis hin zu Schelfgebieten erforschen. Wir bei Helmholtz machen das.

Was im oberen Teil eines Flusses oder im Mündungsbereich passiert, wirkt sich stets auf Meere und Küsten aus. Wasser, Sedimente, Organismen, Nährstoffe und auch künstliche Substanzen wie Schadstoffe werden von einem System ins andere transportiert. Meere und Wasserwege sind vor allem für die Versorgung unserer Gesellschaft mit Nahrung, Rohstoffen und Energie und als Transportweg von großer Bedeutung. Gerade hier nehmen wirtschaftliche Aktivitäten rasant zu. Unter dem Einfluss der massiv steigenden gesellschaftlichen Nutzung sowie den Folgen des Klimawandels drohen sich die Küstensysteme der Welt immer schneller in einen ökologisch kritischen Zustand zu entwickeln.

All diese Veränderungen müssen unter Einbezug sozioökonomischer Aspekte nachhaltiger gestaltet werden. Um unsere globalen Küsten bestmöglich schützen und nutzen zu können, braucht es zudem aussagekräftige Simulationen, mit denen wir die verschiedenen Zukunfts-Szenarien vorhersagen können. Mit unserer ganzheitlichen Erforschung des Fluss-Meer-Systems wollen wir Entscheidungsträger:innen bei der Gestaltung eines nachhaltigen Managements unserer Küsten unterstützen.

(Headerbild: Hereon/ESA/MERIS)

Weitere Informationen:

Auswirkungen langlebiger organische Schadstoffe auf die marine Umwelt (Storymap)

Erhöhte Nährstoffkonzentrationen und ihre Folgen für die Küsten (Storymap)

Mehr Storymaps zu Stoffkreisläufen im Küstenmeer

Themenspezial: Plastik in Gewässern

Detektivarbeit: Küstenforscher auf der Spur des Mikroplastiks (Artikel)

Mission Impossible? Das europäische Wasserpuzzle (Interview mit Dr. Jana Friedrich, Wissenschaftlerin am Hereon-Institut für Küstenforschung, und Dr. Adrian Stanica, Koordinator von DANUBIUS-RI)

Beteiligte Helmholtz-Zentren:

Helmholtz-Zentrum Hereon

Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar und Meeresforschung

Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

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