Challenge #23

Eine Sternenmaschine für den Dauerbetrieb bauen.

Die Energieproduktion von Sonne und Sternen nachahmen – im Helmholtz-Programm Fusion arbeitet man dafür am modernsten Stellarator der Welt: Wendelstein 7-X. Seine Aufgabe:  Dauerbetrieb vorführen.

Wendelstein 7-X, die weltweit größte und modernste Fusionsanlage vom Typ Stellarator, ging 2015 in Greifswald in Betrieb. Sie soll die Kraftwerkstauglichkeit dieses alternativen Konzepts demonstrieren: Im Unterschied zu den weit verbreiteten Tokamaks können Stellaratoren ohne aufwändige Zusatzmaßnahmen im Dauerbetrieb arbeiten. Dafür benötigen sie jedoch wesentlich komplexer geformte Magnetspulen als ein Tokamak. Bei Wendelstein 7-X erzeugen speziell geformte, supraleitende Spulen ein Magnetfeld, das entsprechend den Kraftwerkserfordernissen optimiert wurde. Die Qualität des Plasmaeinschlusses in einem Stellarator soll damit erstmals das Niveau eines Tokamak erreichen.

Die bisherigen Experimente brachten bereits Rekordwerte für ein Stellarator-Plasma. In den nächsten Jahren wird man sich im Helmholtz-Programm Fusion an das Ziel heranarbeiten: 30 Minuten lange Entladungen, die das wesentliche Plus des Stellarators vorführen, die Fähigkeit zum Dauerbetrieb.

(Headerbild: IPP/Jan Hosan)

Video: Fusion 2100. Energie der Zukunft  

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