Challenge #18

Von Menschen verursachte Lärmquellen im Meer reduzieren.

Die Ozeane werden immer lauter. Wir untersuchen, wie Meerestiere in ihrem Verhalten durch Lärm beeinflusst werden und wie wir Lärmquellen im Meer weiter reduzieren können.

Sprengungen, Knallkörper, Rammschläge in den Boden für die Öl- und Gas-Förderung dröhnen viele Kilometer weit durch das Meer. Hinzu kommt das Brummen von Schiffen, Motoryachten oder Jet-Skis. Eine umfassende internationale Studie mit maßgeblicher Beteiligung des Alfred-Wegener-Institutes zeigt, dass von diesem Lärm mehr Tierarten betroffen sind, als bisher angenommen. Expert:innen gehen davon aus, dass der Lärm im Meer durch menschliche Aktivitäten, der die Tiere schon heute stark belastet, zunehmen wird. Er kann sie in ihrem Verhalten beeinflussen, vertreiben, bei der Nahrungssuche stören oder in extremen Fällen sogar das Gehör schädigen. Viele Meerestiere verständigen sich durch Geräusche und Rufe. Die Kommunikation des Lebens im Meer, genannt die Lautsphäre des Ozeans, wird durch den sich ausbreitenden Lärmteppich mehr und mehr gestört. Unsere Studie zeigt, wie ernst das Problem ist. Aber auch, dass wir den Lärm durch internationale Zusammenarbeit bekämpfen können.

(Headerbild: Alfred-Wegener-Institut)

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